Datenschutz

Investieren Sie in der digitalen Welt in die Sicherheit

Im ersten und zweiten Teil unseres Rechtstipp-Specials zum Thema Onlineshopping haben wir anhand einer Checkliste die Seriosität der Anbieter geröntgt sowie Gebührenfallen und andere Gefahren aufgedeckt. Im heutigen dritten Teil dreht sich alles um die Sicherheit in der digitalen Welt, die das A und O ist.

Die für den Betrieb des Schweizer Domain-Namen-System (DNS) zuständige Stiftung Switch hat im laufenden Jahr rund 5000 betrügerische Webshops mit «.ch»-Adresse gelöscht. Wir können es nicht kleinreden: Cybercrime ist auf dem Vormarsch. Die gute Nachricht: Sie können sich dagegen wappnen. Hier unsere Tipps zur allgemeinen Sicherheit in der digitalen Welt.

Sind Computer und Smartphone up to date?

Eigentlich logisch: Für sicheres Onlineshopping benötigen Sie auch einen sicheren Computer oder ein sicheres Smartphone. Bei beiden sollte das Betriebssystem auf dem neusten Stand, sprich «up to date», sein und unter Windows oder Android ist ein aktualisierter Virenschutz ein Muss. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Daten nicht ungewollt an andere geschickt werden.

Verschlüsselte Datenübertragung

Wenn Sie die Website des Onlineshops aufrufen, sollten Sie darauf achten, dass sämtliche Daten verschlüsselt übertragen werden. Dazu muss in der Adresszeile Ihres Browsers «https» und nicht nur «http» stehen. Je nach Browser wird bei einer verschlüsselten Verbindung zusätzlich auch ein Schlosssymbol oder ein Schlüssel angezeigt. Viele Anbieter nutzen für die Verschlüsselung moderne erweiterte Zertifikate. Bei diesen wird der Name des Anbieters in «grün» angezeigt. Sie haben hier die Sicherheit, dass die Webseite auch wirklich vom Anbieter betrieben wird.

Ein gutes Beispiel ist unsere eigene Webseite: https://www.justis.ch

Sichere Zahlungsmethode

Wichtig ist auch, dass sie bei der Bestellung eine sichere Zahlungsmethode verwenden. Wenn möglich zahlen Sie auf Rechnung oder mit einer Kreditkarte. Auch Online-Zahlungsservices wie PayPal bieten ein hohes Mass an Sicherheit und Konsumentenschutz. Gegen den betrügerischen Gebrauch von Kreditkartendaten haben Visa und Mastercard unter den Begriffen «Verified by Visa» und «Mastercard Secure Code» einen zusätzlichen Passwortschutz eingeführt. Dieses Passwort müssen Sie selbst wählen und bei jeder Bezahlung zusätzlich angeben.

Unterschiedliche Passwörter für persönliche Konten

In vielen Shops können Sie ein persönliches Konto erstellen. Dadurch müssen Sie bei weiteren Bestellungen nicht erneut alle Angaben eingeben und können Ihre Bestellungen jederzeit einsehen. Wichtig in diesem Fall: Nutzen Sie für jeden Shop ein anderes Passwort. Es ist in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass die Datensicherheit nicht immer gewährleistet war, und Passwörter von Dritten gelesen werden konnten. Wenn Sie überall das gleiche Passwort nutzen, machen Sie es Cyberdieben einfach, Ihre Konten zu hacken.

Passwort, das hält, was es verspricht

Ein ideales Passwort hat mindestens acht Zeichen und ist eine Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen. Geben Sie Passwörter nie an Dritte weiter. Leicht zu merkende Passwörter sind ein Risiko, etwa «vergessen» oder der Name Ihres Mannes, selbst wenn Sie zusätzlich noch ein paar Zahlen an den Namen hängen. Eine einfache Methode, um sich lange und komplizierte Passwörter zu merken, ist die Akronym-Methode. Nehmen Sie einfach einen beliebigen Satz, den Sie sich gut merken können. Zum Beispiel: «Mein erster Sohn ist am 1. November geboren». Aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter dieses Satzes bilden Sie dann Ihr Passwort: «MeSia1.Ng». Übrigens: Moderne Smartphones und Browser können sich Passwörter merken. Wenn niemand Zugang zu Ihren Geräten hat, können Sie dieser Funktion vertrauen. Alle modernen Browser garantieren, dass diese Daten verschlüsselt bei Ihnen gespeichert werden.

Gefahr: Pishing

Datenklau, das sogenannte Phishing, erfolgt über gefälschte E-Mails. Eine E-Mail mit einem gefälschten Absender zu versenden, ist kinderleicht. Deshalb können Sie auch nie sicher sein, ob der Absender auch wirklich der Absender ist. Seriöse Anbieter werden Sie aus diesem Grund nie per E-Mail nach Ihren Daten Fragen. Sicherheitsmassnahmen: Kontrollieren Sie bei einer E-Mail mit Link, ob Sie auch wirklich auf der Seite des Anbieters landen. Fälscher sind heute sehr raffiniert, ihre gefälschten Seiten von Banken und Onlineanbietern wirken echt. Überprüfen Sie deshalb immer das Zertifikat. Und lassen Sie immer Vorsicht walten, wenn in Ihrem Postfach E-Mails von Unbekannten landen.

Nie Kreditkartendaten oder Passwörter E-Mails anvertrauen

E-Mail ist grundsätzlich keine sichere Kommunikation. Die Daten werden zwischen Ihnen und dem Empfänger unverschlüsselt übertragen. Sowohl Geheimdienste als auch Kriminelle können Nachrichten mit relativ geringem Aufwand mitlesen. Grundsätzlich gilt: Schreiben Sie in einer E-Mail nichts, was nicht auch auf einer Postkarte stehen würde. Deshalb also nie Kreditkartendaten oder Passwörter per E-Mail verschicken, selbst wenn Ihnen der Empfänger vertraut ist.

Gepostet am 24. November 2017