Ein günstiges Inserat kann eine Falle sein. Prüfen Sie Ware und Zahlungsweg; bei einem Betrugsverdacht zählen schnelle Reaktion und gesicherte Belege.
Auf einen Blick
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Keine Lieferung bedeutet nicht automatisch strafrechtlichen Betrug.
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Bei Verdacht sichern Sie Inserat, Chats und Zahlung, kontaktieren sofort den Zahlungsanbieter und melden den Vorgang der Plattform und Polizei.
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Käuferschutz gilt nur nach den jeweiligen Bedingungen.
Vorauszahlung ohne Lieferung: Liegt Betrug vor?
Ein Smartphone wird günstig angeboten, der Verkäufer drängt auf Vorauszahlung und verschwindet danach. Das kann Betrug sein. Eine ausbleibende Lieferung allein beweist aber noch keinen Betrug.
Artikel 146 StGB verlangt insbesondere arglistige Täuschung, einen dadurch verursachten Vermögensschaden und die Absicht unrechtmässiger Bereicherung. Betrug wird grundsätzlich von Amtes wegen verfolgt; Ausnahmen können einen Strafantrag erfordern, etwa bei Angehörigen oder bestimmten geringfügigen Vermögensdelikten. Beschreiben Sie bei der Polizei den Sachverhalt und erklären Sie, dass Sie eine Strafverfolgung wünschen.
Warnzeichen bei Ricardo, Tutti und Anibis
Zeitdruck, unrealistisch tiefe Preise und ein Wechsel zu externen Zahlungslinks sind Warnzeichen. Ein vertrautes Profil, gute Sprache oder ein zugesandter Versandbeleg garantieren keine Sicherheit: Konten können übernommen und Dokumente gefälscht sein.
Bei Abholung können Sie Ware und Zustand vor der Zahlung prüfen. Treffen Sie sich an einem geeigneten öffentlichen Ort. Beim Versand prüfen Sie den tatsächlich angebotenen Schutz direkt in der Plattform. Eine Nachricht mit Plattformlogo genügt nicht.
Auch Verkäufer sind betroffen: Um eine Zahlung zu erhalten, müssen Sie keine fremde Kurierseite öffnen und keine Karten-PIN oder SMS-Freigabecodes preisgeben. Betrügerische Links können Bank- oder TWINT-Zugänge abgreifen.
Nach einem Betrugsverdacht: Diese Schritte helfen
Sichern Sie Inserat, Profil, Nachrichten, Zahlungsdaten und Belege, bevor Inhalte gelöscht werden. Kontaktieren Sie sofort Bank oder Zahlungsdienst und fragen Sie nach einer Sperre oder Rückholung. Ob dies noch möglich ist, hängt vom Zahlungsweg und Zeitpunkt ab.
Melden Sie den Vorgang der Plattform und erstatten Sie bei Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei. Eine Plattformmeldung ersetzt die Anzeige nicht. Ein Strafverfahren garantiert keine Rückzahlung; Geldforderungen und deren Durchsetzung sind gesondert zu prüfen.
Bei JUSTIS können Sie das Anliegen über das Portal melden. Wir prüfen die Unterstützung und Versicherungsdeckung für Ihre konkrete Situation.
Käuferschutz: Betrag und Bedingungen prüfen
Ricardo bietet unter Bedingungen einen klassischen Käuferschutz bis CHF 250 bei bestimmten Vorauszahlungen direkt an den Verkäufer. Er greift nicht automatisch für jeden Kauf. So kann er ausgeschlossen sein, wenn Käuferschutz+ angeboten, aber nicht gewählt wurde. Zahlungsart, Fristen und Abtretung der Forderung können entscheidend sein.
MoneyGuard, Käuferschutz+ und Schutzangebote anderer Plattformen folgen eigenen Regeln. Prüfen Sie vor der Zahlung, welche Funktion Sie tatsächlich nutzen. Die aktuellen Ricardo-Bedingungen für direkte Verkäuferzahlungen erklären den klassischen Schutz.
Speichern Sie Inserat, Profil, vollständige Kommunikation und Zahlungsbeleg. Geben Sie keine PIN oder SMS-Codes weiter, um angeblich Geld zu erhalten. Nutzen Sie Schutzfunktionen nur direkt in der echten Plattform und prüfen Sie deren Fristen.
Gepostet am 15. April 2025