Investieren Sie in der digitalen Welt in die Sicherheit

Im ersten und zweiten Teil unseres Rechtstipp-Specials zum Thema Onlineshopping haben wir anhand einer Checkliste die <a href='/rechtstipps/artikel/shopping/worauf-sie-beim-onlineshopping-achten-sollten'>Seriosität der Anbieter</a> geröntgt sowie <a href='/rechtstipps/artikel/shopping/beim-einkauf-im-netz-lauern-fallen-und-falschungen'>Gebührenfallen und andere Gefahren</a> aufgedeckt. Im heutigen dritten Teil dreht sich alles um die Sicherheit in der digitalen Welt, die das A und O ist.

Auf einen Blick

  • Halten Sie Geräte aktuell und verwenden Sie einzigartige Passwörter sowie zusätzliche Anmeldesicherung.

  • HTTPS beweist keine Seriosität.

  • Bei preisgegebenen Karten- oder Zugangsdaten sofort den Anbieter kontaktieren und Konten sichern.

Sicher online einkaufen: Sind Gerät und Programme aktuell?

Installieren Sie Sicherheitsupdates für Betriebssystem, Browser und Apps zeitnah. Nutzen Sie geeignete Schutzfunktionen und installieren Sie Programme aus vertrauenswürdigen Quellen. Sperren Sie Geräte und sichern Sie wichtige Daten. Keine einzelne Massnahme garantiert vollständigen Schutz.

HTTPS beim Onlineshop: Was sagt die verschlüsselte Verbindung aus?

HTTPS schützt die Verbindung zum aufgerufenen Server. Es beweist nicht, dass der Shop ehrlich ist: Auch Betrugsseiten können gültige Zertifikate haben. Prüfen Sie deshalb die genaue Adresse und den Verkäufer. Bei einer Browserwarnung geben Sie keine Zahlungs- oder Zugangsdaten ein.

Online bezahlen: Welche Sicherheit bietet die Zahlungsmethode?

Rechnung, Kreditkarte oder Zahlungsdienst können je nach Angebot Schutzmöglichkeiten bieten. Starke Authentifizierung hilft gegen Missbrauch, garantiert aber keine Lieferung. Käuferschutz und Rückbuchungen haben Bedingungen, Ausnahmen und Fristen. Prüfen Sie diese vorab und meiden Sie ungewöhnliche Zahlungswege oder einen Wechsel ausserhalb der Plattform.

Passwörter und Mehrfaktor-Authentifizierung: Wie schütze ich Konten?

Verwenden Sie lange, einzigartige Passwörter für jedes Konto. Ein vertrauenswürdiger Passwortmanager kann helfen. Aktivieren Sie Mehrfaktor-Authentifizierung oder nutzen Sie geeignete Passkeys, wo verfügbar. Ein kurzes Passwort wird nicht allein durch Sonderzeichen sicher. Geben Sie Passwörter und Bestätigungscodes nicht an andere weiter. Auch gespeicherte Zugangsdaten brauchen eine sichere Gerätesperre.

Phishing erkennen: Welche Nachrichten sind verdächtig?

Phishing erfolgt über E-Mail, SMS, Messenger, Anrufe und QR-Codes. Absender und bekannte Logos können gefälscht sein. Öffnen Sie Bank oder Shop über eine selbst eingegebene Adresse oder die offizielle App. Prüfen Sie eine dringende Aufforderung über einen unabhängig gefundenen Kontakt. Die Echtheit eines Zertifikats allein bestätigt nicht den behaupteten Absender.

Daten preisgegeben: Was muss ich sofort tun?

Bei offengelegten Kartenangaben kontaktieren Sie sofort den Herausgeber. Ändern Sie betroffene Passwörter über die echte Website und sichern Sie auch andere Konten mit wiederverwendeten Zugangsdaten. Bewahren Sie die Nachricht als Beleg auf und melden Sie den Vorfall. Versenden Sie keine Passwörter oder vollständigen Kartendaten per gewöhnlicher E-Mail: Transportverschlüsselung bedeutet nicht automatisch durchgehenden Schutz bis zum Empfänger.

JUSTIS Tipp
Nach einem Betrug sofort reagieren

Kontaktieren Sie Bank oder Kartenherausgeber über einen verifizierten Kanal, sichern Sie betroffene Konten und bewahren Sie Belege auf. Bei einem rechtlichen Streit prüfen wir weitere Schritte und die Deckung gemäss Vertrag.

Gepostet am 24. November 2017