Reisen

Zuletzt aktualisiert am 6. Januar 2026

Skifahren in Italien – Andere Länder, strengere Regeln

Immer mehr Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer zieht es für den Winterurlaub über die Grenze nach Italien. Doch Vorsicht: Wer die Pisten von Südtirol bis zu den Dolomiten geniesst, sollte sich vorher gut informieren. Die Regeln auf der Piste sind längst nicht in allen Ländern gleich, und Italien hat seine Gesetze für die Saison 2025/2026 massiv verschärft. Wer hier die Schweizer Gepflogenheiten eins zu eins übernimmt, riskierte hohe Bussen oder den Entzug des Skipasses.

Auf einen Blick

  • Informationspflicht: Prüfen Sie vor dem Grenzübertritt die lokalen Gesetze (besonders Helmpflicht und Versicherung).

  • Dokumente: Führen Sie den Versicherungsnachweis digital oder in Papierform immer bei sich.

  • Sicherheit geht vor: Alkohol und Piste sind in Italien eine gefährliche Kombination für Ihr Portemonnaie und Ihren Versicherungsschutz.

1. Die neue Helmpflicht 2026 (Italien-Spezial)

Während in der Schweiz Eigenverantwortung grossgeschrieben wird, herrscht in Italien seit dieser Saison (2025/26) strikte Disziplin:

  • Helm für ALLE: Auf italienischen Pisten gilt nun eine generelle Helmpflicht für alle Altersklassen. Es spielt keine Rolle, ob Sie Profi oder Anfänger sind – ohne zertifizierten Helm ist die Abfahrt untersagt.
  • Sanktionen: Bei Verstössen greift die Pistenpolizei (Carabinieri) hart durch. Bussen ab 150 Euro sind die Regel.

2. Haftpflicht: Der obligatorische Nachweis

In der Schweiz ist die Haftpflichtversicherung freiwillig (aber dringend empfohlen), in Italien ist sie Gesetz:

  • Sie müssen einen Nachweis Ihrer Haftpflichtversicherung (RC) dabeihaben.
  • Tipp: Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihre Schweizer Hausratversicherung eine Bestätigung auf Englisch oder Italienisch ausstellt. Ohne diesen Beleg darf Ihnen das Skigebiet den Pass verweigern.

3. Alkohol und Drogen: Nulltoleranz

In Italien gilt eine strikte Grenze von 0,5 Promille. Wer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss fährt, begeht eine Straftat. Die Pistenpolizei führt 2026 verstärkt Kontrollen durch – oft direkt bei den Talstationen oder an den Hüttenausgängen.

4. Die rechtliche Basis: Die 10 FIS-Regeln

Unabhängig vom Land bleiben die FIS-Regeln Ihr rechtlicher Anker. Sie regeln die Vorfahrt, das Überholen und die Hilfeleistung. Wer gegen diese Regeln verstösst, haftet bei einem Unfall persönlich für alle daraus entstehenden Kosten.

JUSTIS Tipp

Italien ist 2026 kein Pflaster für «Sünnele und Aperol» auf der Piste. Geniessen Sie Ihren Drink nach der letzten Abfahrt. Falls es zu einer Kontrolle kommt und Sie keinen Versicherungsnachweis vorlegen können, bieten viele Skigebiete Kurzzeit-Versicherungen für ca. 3 Euro pro Tag an – das ist immer noch günstiger als die Busse!

Gepostet am 6. Januar 2026