Häufig gestellte Fragen

Zurück zu allen FAQs

Kann ich meine rechtlichen Fragen nicht einfach mit ChatGPT oder anderen KI-Tools beantworten?

KI-Systeme wie ChatGPT sind beeindruckende Werkzeuge, um Texte zusammenzufassen oder erste allgemeine Informationen zu erhalten. Wenn es jedoch um echte Rechtsprobleme geht, stossen diese Tools an gefährliche Grenzen. Eine KI kann und darf die individuelle Beratung durch unsere erfahrenen Anwältinnen und Anwälte nicht ersetzen.

Hier ist Vorsicht geboten:

  • KI-Halluzinationen: KI-Modelle arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Fakten. Es kommt regelmässig vor, dass die KI Gesetzesartikel oder Gerichtsurteile frei erfindet («halluziniert»), die täuschend echt klingen, aber rechtlich nicht existieren.
  • Veraltete Daten & Schweizer Recht: KI-Modelle werden oft mit globalen Daten trainiert. Spezifische Schweizer Gesetze, kantonale Unterschiede oder ganz aktuelle Gesetzesänderungen (wie z.B. das neue Erbrecht oder Datenschutzgesetz) werden häufig falsch oder gar nicht berücksichtigt.
  • Fehlender Kontext & Strategie: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Eine KI versteht nicht Ihre persönliche Situation, prüft keine Beweismittel und kann keine langfristige Verhandlungsstrategie entwickeln.
  • Datenschutz-Risiko: Wenn Sie sensible Details zu Ihrem Fall in eine öffentliche KI eingeben, verlassen diese Daten den geschützten Raum. Bei JUSTIS unterstehen Ihre Informationen dem strikten Berufsgeheimnis.

Unser Rat: Nutzen Sie KI gerne für erste Inspirationen, aber treffen Sie niemals rechtliche Entscheidungen oder unterschreiben Sie Verträge basierend auf KI-Antworten. Nur eine Fachperson kann die Haftung für eine Auskunft übernehmen und Sie sicher durch ein Verfahren führen.