Wohnen: Mietzinserhöhung andere Gründe
Prüfen Sie zunächst, ob ein amtliches Formular verwendet wurde und ob die Gründe klar angegeben sind. Eine Erhöhung ohne vorgeschriebenes Formular, ohne Begründung oder verbunden mit einer Kündigungsdrohung ist nach Art. 269d OR nichtig. Bei Zweifeln lassen Sie die Form prüfen und handeln Sie trotzdem rasch.
Je nach Mietverhältnis kommen etwa zulässiger Teuerungsausgleich, nachgewiesene Kostensteigerungen, wertvermehrende Investitionen oder orts- und quartierübliche Vergleichsmieten in Betracht. Nicht jedes Renovationsprojekt oder beliebige Inserat rechtfertigt eine Erhöhung. Mehrere Gründe müssen nachvollziehbar aufgeschlüsselt sein; die gesamte Berechnung und die bisherige Mietzinsbasis zählen.
Senden Sie uns Formular, Vertrag und frühere Anpassungen rasch zur Prüfung. Auch die Neueinführung von Nebenkosten oder andere einseitige Änderungen zu Ihrem Nachteil können die Regeln für Mietzinserhöhungen auslösen.
Eine Erhöhung muss klar begründet auf einem vom Kanton genehmigten Formular mitgeteilt werden und darf grundsätzlich erst auf den nächsten zulässigen Kündigungstermin erfolgen. Das Formular muss mindestens zehn Tage vor Beginn der Kündigungsfrist bei Ihnen eintreffen. Bestreiten Sie die Erhöhung, reichen Sie grundsätzlich innert 30 Tagen ab Mitteilung ein Gesuch bei der zuständigen Mietschlichtungsbehörde ein. Warten Sie nicht erst auf eine Antwort des Vermieters oder von uns.