Hinweise zur Kündigung des Arbeitsvertrags
Welche Kündigungsfrist gilt?
Massgeblich sind zuerst Arbeitsvertrag, Gesamtarbeitsvertrag oder Normalarbeitsvertrag. Fehlt eine abweichende Regelung, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist während der Probezeit grundsätzlich sieben Kalendertage. Nach der Probezeit gilt im ersten Dienstjahr ein Monat, vom zweiten bis und mit dem neunten Dienstjahr zwei Monate und danach drei Monate, jeweils auf das Ende eines Monats.
Wann wird die Kündigung wirksam?
Die Kündigung ist empfangsbedürftig. Sie muss dem Arbeitgeber vor Beginn der massgeblichen Kündigungsfrist zugehen. Planen Sie bei einem eingeschriebenen Brief genügend Zeit für Zustellversuch und Abholung ein. Alternativ können Sie den Brief persönlich gegen Empfangsbestätigung übergeben.
Muss ich einen Kündigungsgrund nennen?
Für eine ordentliche Kündigung müssen Sie im Brief grundsätzlich keinen Grund nennen. Verlangt die andere Vertragspartei eine Begründung, ist sie schriftlich abzugeben.
Was gilt bei einem befristeten Arbeitsvertrag?
Ein befristetes Arbeitsverhältnis endet grundsätzlich mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Eine ordentliche vorzeitige Kündigung ist nur möglich, wenn sie vereinbart wurde. Verwenden Sie diese Vorlage deshalb nicht ungeprüft für einen befristeten Vertrag.
Warum enthält der Brief einen Ersatztermin?
Die Formulierung «vorsorglich auf den nächstmöglichen Termin» reduziert das Risiko, dass eine unzutreffende Datumsberechnung die Kündigung insgesamt infrage stellt. Sie ersetzt die Prüfung des richtigen Termins aber nicht.
Arbeitszeugnis und Austrittsunterlagen
Die Vorlage verlangt eine schriftliche Empfangs- und Terminbestätigung sowie ein vollständiges Arbeitszeugnis. Prüfen Sie nach Erhalt, ob das Zeugnis vollständig, wahr und wohlwollend formuliert ist.
Arbeitslosenversicherung beachten
Wer selbst kündigt, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben, kann wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit vorübergehend von der Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen werden. Holen Sie bei einer schwierigen Ausgangslage vor der Kündigung rechtlichen Rat ein.
Diese Vorlage ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Beurteilung des Einzelfalls.